Was eine Tasse Kaffee mit guter Führung zu tun hat

Heute Morgen habe ich meine Tasse Kaffee mit etwas mehr Dankbarkeit getrunken als sonst.
Nicht, weil ich beschlossen hätte, achtsamer zu leben.Sondern weil ich vor wenigen Tagen eine Kaffeefarm in Sambia besuchen durfte.
Seitdem sehe ich meine Tasse Kaffee mit anderen Augen.
Ich weiss jetzt, dass zwischen einem kleinen Setzling und der Tasse Kaffee in meiner Hand Jahre liegen. Jahre, in denen die Pflanzen gepflegt werden, bis sie erstmals Früchte tragen. Nur die wirklich reifen Kaffeekirschen werden von Hand geerntet. Danach werden die Bohnen mit grosser Sorgfalt verarbeitet und für den Export vorbereitet. Erst in Europa werden sie frisch geröstet, bevor sie schliesslich ihren Weg in meine Tasse finden.
Erst als ich all diese Schritte gesehen habe, wurde mir bewusst, wie viel Wissen, Erfahrung und Sorgfalt in etwas steckt, das für mich bisher selbstverständlich war.
Was mich am meisten beeindruckt hat

Fast noch spannender als der Kaffee selbst war das, was ich auf der Farm über Zusammenarbeit und Führung gelernt habe.
Die Arbeit auf einer Kaffeefarm besteht aus vielen einzelnen Schritten. Jeder davon ist wichtig. Und jeder stellt andere Anforderungen an die Menschen, die ihn ausführen.
Manche Mitarbeitende erkennen auf den ersten Blick, wann eine Kaffeekirsche den perfekten Reifegrad erreicht hat. Andere sorgen dafür, dass die Bohnen sorgfältig verarbeitet und für den Export vorbereitet werden. Wieder andere kümmern sich um die Pflege der Pflanzen oder koordinieren die Abläufe.
Die Qualität des Kaffees entsteht nicht dadurch, dass alle dasselbe tun. Sie entsteht durch das Zusammenspiel vieler Menschen, die ihre unterschiedlichen Fähigkeiten einbringen.
Was das mit guter Führung zu tun hat
Für mich war das ein schönes Beispiel für Empathetic Leadership – empathische Führung.
Menschen verstehen. Ihre Stärken erkennen und sie dort einsetzen, wo sie den grössten Beitrag leisten können.
Gleichzeitig braucht gute Führung Klarheit.
Klare Aufgaben. Klare Verantwortlichkeiten. Klare Qualitätsstandards.
Denn nur wenn jeder weiss, was von ihm erwartet wird und viele Menschen ihre unterschiedlichen Fähigkeiten einbringen, entsteht am Ende ein hochwertiges Produkt.
Empathie und Klarheit gehören zusammen.
Was das mit meinem Coaching zu tun hat
Die Kaffeefarm hat mich daran erinnert, warum mich dieses Thema auch im Coaching so beschäftigt.
Immer wieder begegne ich Menschen, die ihren Blick fast ausschliesslich auf das richten, was nicht funktioniert.
Dabei verlieren sie leicht aus den Augen, was sie besonders gut können.
Aus meiner Sicht beginnt Entwicklung nicht damit, sich ausschliesslich auf Schwächen zu konzentrieren.
Sie beginnt damit, die eigenen Stärken zu erkennen, sie gezielt einzusetzen und darauf aufzubauen.
Denn genau dort entsteht nachhaltige Entwicklung.
Meine Tasse Kaffee
Seit meinem Besuch auf der Kaffeefarm schmeckt mein Kaffee nicht anders.
Aber ich sehe ihn anders.
Und vielleicht ist genau das der Anfang von Wertschätzung.
Zu verstehen, was hinter einem Ergebnis steckt.
Ob hinter einer Tasse Kaffee.
Hinter einem erfolgreichen Team.
Oder hinter einem Menschen.
Je besser wir verstehen, was auf den ersten Blick oft unsichtbar bleibt, desto eher erkennen wir den Wert, der bereits da ist. Und vielleicht beginnt genau dort gute Führung.
Über mich
Ich bin Sandra Mäusli, ADHS Coach für Erwachsene und Professionals.
In meiner Arbeit begleite ich Menschen dabei, ihre Stärken besser zu verstehen, individuelle Strategien zu entwickeln und ihren Alltag mit mehr Klarheit, Struktur und Selbstvertrauen zu gestalten.
Mit meinen Artikeln möchte ich dazu beitragen, dass ADHS besser verstanden wird – von Betroffenen, ihrem Umfeld und der Arbeitswelt.
Lass uns ins Gespräch kommen
Ich bin überzeugt, dass nachhaltige Veränderung nicht mit mehr Druck beginnt, sondern mit mehr Verständnis.
Wenn du dich in diesem Artikel wiedererkennst oder mehr über mein Coaching erfahren möchtest, freue ich mich, dich kennenzulernen.



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